Welche Wärmepumpen-Arten gibt es und welche passt zu Ihnen?

Modernes weißes Haus mit schwarzem Dach, ausgestattet mit Photovoltaik, Wärmepumpe und Wallbox.

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Inhaltsverzeichnis

Die Wärmepumpe hat sich in den letzten Jahren zur meistgewählten Heizung im Neubau entwickelt und gilt als Schlüsseltechnologie für die klimaneutrale Wärmeversorgung. Doch Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe. Die unterschiedlichen Wärmepumpen unterscheiden sich deutlich in Funktionsweise, Leistung, Platzbedarf und Kosten. Wer vor dem Kauf steht, fragt sich zu Recht: Welche Art der Wärmepumpe ist die richtige für mein Zuhause? Dieser Ratgeber stellt alle relevanten Wärmepumpe-Arten im Detail vor, vergleicht die Vor- und Nachteile und gibt eine klare Empfehlung für Neubau und Altbau.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe nutzt kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt diese auf ein nutzbares Temperaturniveau für Heizung und Warmwasserbereitung an. Möglich macht das ein geschlossener Kreislauf aus mehreren Bauteilen, den jede Wärmepumpe in ähnlicher Form nutzt: ein Verdampfer, ein Verdichter, ein Verflüssiger, ein Expansionsventil und ein Kältemittel, das bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft.

Wärmepumpen nutzen dabei einen einfachen physikalischen Trick. Das Kältemittel nimmt die Wärmeenergie aus der jeweiligen Wärmequelle auf, wird anschließend verdichtet und gibt die entstandene Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizsystem ab. Auf der Seite der Energiequelle fließt die aufgenommene Wärme in den Kreislauf, auf der Seite des Heizsystems landet sie schließlich im Puffer und in den Heizkreisen. Der wirtschaftliche Vorteil: Aus einer Kilowattstunde Strom gewinnt eine korrekt ausgelegte Anlage drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Genau deshalb arbeiten Wärmepumpen so effizient und bilden den zentralen Baustein klimaneutraler Gebäude.

Aus unserer Praxis als Meisterbetrieb für erneuerbare Energien in NRW wissen wir: Nicht das Fabrikat einer Wärmepumpe entscheidet am Ende über Stromverbrauch und Wohnkomfort, sondern die Qualität der Auslegung. Eine saubere Heizlastberechnung, eine passende Dimensionierung und eine korrekt eingeregelte Hydraulik zählen in der Realität mehr als jede Herstellerangabe auf dem Datenblatt. Genau an dieser Stelle sehen wir die meisten Fehler in Bestandsanlagen, die wir bei Neukunden zur Begutachtung bekommen.

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Grundsätzlich lassen sich drei Hauptarten nach der genutzten Quelle unterscheiden: die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Sole-Wasser-Wärmepumpe und die Grundwasser-Variante. Daneben existieren mit der Luft-Luft-Wärmepumpe und der Abluft-Wärmepumpe zwei Sonderformen, die in speziellen Gebäudekonstellationen sinnvoll sind. Jede Wärmepumpenart hat ein eigenes Profil aus Stärken und Grenzen, das zu unterschiedlichen Grundstücken, Budgets und Gebäudetypen passt.

Im Kern gilt: Je konstanter die Temperatur der Quelle, desto höher die Effizienz im Jahresverlauf. Genau darauf basiert die Systematik. Ein Blick auf die einzelnen Varianten macht das Prinzip greifbar.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Detail

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die mit Abstand häufigste Wärmepumpenart in Deutschland und kommt in rund 80 Prozent aller neuen Einfamilienhäuser zum Einsatz. Sie entzieht der Umgebungsluft Wärme und überträgt diese an das Heizsystem. Der Reiz liegt auf der Hand: Sie ist überall unbegrenzt und kostenlos verfügbar, es braucht weder eine Tiefenbohrung noch einen Brunnen.

Technisch existieren zwei Bauweisen. Beim Monoblock sind alle relevanten Bauteile inklusive Kältemittelkreis in einer einzigen Einheit verbaut; im Haus werden nur noch Wasserleitungen angeschlossen. Bei Split-Geräten wird die Einheit geteilt, zwischen Außenmodul und Innenmodul zirkuliert das Kältemittel. Auch die reine Innenaufstellung ist möglich, wobei Luftkanäle die Verbindung nach außen herstellen. Die meisten Hersteller bieten zudem eine reversible Innenaufstellung als kompakte Komponente für den Keller.

Ein Ventilator saugt in allen Varianten Außenluft über einen Wärmetauscher, wo das Kältemittel der Luft Wärme entziehen kann. Der zweite Ventilator im Verflüssiger sorgt für die kontrollierte Wärmeabgabe an die Heizkreise. Moderne Geräte saugen die Außenluft dabei so leise an, dass sie auch in dicht bebauten Wohngebieten nicht stören.

Vor- und Nachteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe punktet mit kostengünstig kalkulierbaren Investitionskosten, geringem Platzbedarf und einer unkomplizierten, flexiblen Installation. Sie lässt sich auch auf kleinen Grundstücken realisieren, weil weder Tiefenbohrungen noch wasserrechtliche Genehmigungen nötig sind.

Die Kehrseite: Die Effizienz hängt stärker von der Aussentemperatur ab als bei anderen Wärmepumpen. Je niedriger die Werte draußen, desto mehr Strom benötigt der Verdichter, um die Wärme aus der kalten Luft auf ein nutzbares Niveau zu heben. Im Jahresmittel erreichen moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen dennoch Jahresarbeitszahlen zwischen 3,5 und 4,5 und arbeiten damit unter realen Bedingungen effizient. Beim Aufstellort der Außeneinheit sollten Schallschutz und Abstand zum Nachbargrundstück von Anfang an sauber geplant werden.

 

Unsere Empfehlung aus der Praxis: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die richtige Wahl, wenn:

  • das Grundstück keine Tiefenbohrung und keinen Brunnen zulässt
  • die Kostenplanung von Beginn an verlässlich sein soll
  • das Gebäude energetisch auf solidem Niveau ist oder neu errichtet wird
  • eine Flächenheizung verbaut ist oder mit geplant wird
  • der Aufstellort genügend Schallabstand zum Nachbargrundstück bietet

In unseren Projekten in Neuss, Düsseldorf und dem Rheinland ist genau dieser Schallabstand zum Nachbarn der häufigste Stolperstein. Wir planen ihn bei jeder Anlage von Beginn an ein, setzen auf schwingungsentkoppelte Aufstellung und wählen den Standort so, dass spätere Nachbeschwerden gar nicht erst entstehen. Wer an dieser Stelle spart, zahlt später oft doppelt.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau und Altbau

Im Neubau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer Flächenheizung die Standardlösung und erreicht dort zuverlässig gute Werte. Auch die Wärmepumpe im Altbau ist mit dieser Art von Wärmepumpe heute problemlos realisierbar, sofern das Gebäude einen halbwegs vernünftigen energetischen Zustand aufweist. 

Moderne Hochtemperatur-Geräte erreichen Vorlauftemperaturen bis 70 Grad und lassen sich damit in vielen Bestandsgebäuden einsetzen, ohne dass zwingend eine vollständige Sanierung erforderlich wäre.

Sole-Wasser-Wärmepumpe: Erdwärme als verlässliche Energiequelle

Die Sole-Wasser-Variante, häufig auch als Erdwärmepumpe bezeichnet, nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme. Der entscheidende Vorteil gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe: Schon in wenigen Metern Tiefe herrscht eine konstante Temperatur von rund 8 bis 12 Grad Celsius, und zwar das ganze Jahr über. Diese konstante Quelle erlaubt einen Betrieb, der auch an den kältesten Wintertagen effizient bleibt.

In einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert eine Sole aus Wasser und Frostschutzmittel, die dem Erdreich Wärme entzieht und an das Kältemittel der Wärmepumpe überträgt. So entsteht eine stabile Linie zwischen Quelle und Verbraucher, die jahrzehntelang wartungsarm funktioniert. Über den Verdichter wird die Wärmeenergie anschließend auf das für die Wärmeabgabe nötige Niveau gebracht.

Erdsonden oder Erdkollektoren: zwei Wege in den Boden

Die Wärme aus dem Erdreich lässt sich auf zwei Arten erschließen. Erdsonden werden über eine Bohrung senkrecht bis in Tiefen von 40 bis 100 Metern in den Boden eingebracht. Der Flächenbedarf an der Oberfläche ist minimal, die Bohrung selbst genehmigungspflichtig. 

Erdkollektoren dagegen werden waagerecht und flächig in etwa 1,2 bis 1,5 Metern Tiefe verlegt. Sie benötigen eine unbebaute Fläche von rund dem 1,5-fachen der zu beheizenden Wohnfläche, kommen aber ohne zusätzliche Tiefenbohrung aus.

Stärken und Grenzen der Sole-Wasser-Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpen liefern eine hohe Effizienz mit Jahresarbeitszahlen von 4,5 bis 5,0 und halten die Betriebskosten dauerhaft niedrig. Sie arbeiten sehr geräuscharm und nutzen eine extrem zuverlässige Quelle. Auf der anderen Seite sind die Anschaffung und die Erschließung aufwändiger, insbesondere wegen der Tiefenbohrung. Zudem muss das Grundstück die notwendige Fläche bieten oder die geologischen Voraussetzungen erfüllen. Erdwärmepumpen eignen sich deshalb vor allem für Neubauten auf Grundstücken mit ausreichend Platz oder passenden Untergrundverhältnissen.

In unseren Projekten prüfen wir bei jedem Grundstück genau, ob eine Erdwärmepumpe überhaupt sinnvoll ist. In typischen Reihenhaus- oder Doppelhaussituationen in Neuss, Düsseldorf oder Köln scheitert die Erdsonde meist am fehlenden Abstand zur Bebauung oder am Genehmigungsweg. Auf größeren Grundstücken im Umland, etwa in Meerbusch, Ratingen oder Kaarst, spielt diese Variante dagegen ihre Stärken voll aus und gehört dort zu unseren bevorzugten Lösungen für Neubauten mit hohem Wärmebedarf und langer Nutzungsperspektive.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Grundwasser als ergiebige Wärmequelle

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser als ihre Wärmequelle und erreicht damit die höchste Effizienz unter allen Wärmequellen. Grundwasser hält ganzjährig rund 8 bis 12 Grad, liefert die Wärme aber in deutlich höherer Dichte als das Erdreich und stellt Heizung und Warmwasser praktisch unbegrenzt bereit.

Um Grundwasser zur Wärmepumpe zu führen, werden zwei Brunnen angelegt. Der Saugbrunnen fördert das Wasser zur Anlage, wo ihm über einen zweiten Kreislauf Energie entzogen wird. Das abgekühlte Wasser fließt anschließend über den Schluckbrunnen zurück. Saugbrunnen und Schluckbrunnen sind genehmigungspflichtig, zudem ist in der Regel eine hydrogeologische Prüfung nötig, um Ergiebigkeit und Qualität zu beurteilen.

Pro und Contra der Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen Jahresarbeitszahlen von 5,0 oder mehr und arbeiten besonders wirtschaftlich. Sie eignen sich hervorragend für größere Gebäude mit hohem Wärmebedarf, aber auch für ambitionierte Neubauten. Die Einschränkungen liegen in den Voraussetzungen: Das Grundwasser muss in ausreichender Menge, passender Tiefe und geeigneter Qualität vorhanden sein, und die Wasserbehörde muss die Nutzung genehmigen. Die Anlagenkosten liegen aufgrund der beiden Brunnen am oberen Ende, amortisieren sich dank der niedrigen Stromkosten über die Nutzungsdauer aber zuverlässig.

Ehrlich gesagt sind Wasser-Wasser-Wärmepumpen in unserer Praxis der Sonderfall. Nur ein kleiner Teil der Anlagen, die wir in NRW planen und installieren, läuft am Ende wirklich auf Grundwasserbasis. Die Kombination aus wasserrechtlicher Genehmigung, belastbarer hydrogeologischer Prüfung und zwei sauber erschlossenen Brunnen macht diese Variante für das klassische Einfamilienhaus meist unwirtschaftlich. 

Wo die Voraussetzungen stimmen und der Wärmebedarf hoch bleibt, etwa bei größeren Mehrfamilienhäusern oder in gewerblichen Objekten, ist sie jedoch ungeschlagen. In unserer Beratung sagen wir deshalb klar, wann sich der Aufwand lohnt und wann eine andere Technik der klügere Weg ist.

Weitere Bauarten: Luft-Luft und Abluft

Neben den drei großen Systemen existieren zwei Sonderformen für spezielle Anwendungen. Die Luft-Luft-Wärmepumpe, auch Luftwärmepumpe genannt, überträgt die Wärme aus der Außenluft direkt über eine Lüftungsanlage an die Raumluft. Sie ist vor allem in Passivhäusern oder sehr gut gedämmten Gebäuden sinnvoll, in denen ohnehin eine kontrollierte Wohnraumlüftung verbaut ist.

Die Abluft-Wärmepumpe kann der warmen Raumluft eines Gebäudes die gespeicherte Wärmeenergie entziehen und damit das Haus heizen. Auch diese Variante setzt eine Lüftungsanlage voraus und wird meist in Kombination mit anderen Systemen betrieben.

Alle Wärmepumpen im Vergleich

Werden die drei Hauptvarianten direkt gegenübergestellt, kristallisiert sich schnell heraus, welches System zu welcher Ausgangslage passt. Die folgende Übersicht fasst die entscheidenden Unterschiede auf einen Blick zusammen:

Kriterium Luft-Wasser Sole-Wasser Wasser-Wasser
Jahresarbeitszahl 3,5 bis 4,5 4,5 bis 5,0 ab 5,0
Kaufpreis gering mittel bis hoch hoch
Laufende Kosten mittel niedrig sehr niedrig
Flächenbedarf Grundstück sehr gering mittel bis hoch mittel
Erschließung Außenaufstellung Bohrung oder Kollektoren zwei Brunnen
Genehmigungsaufwand keiner mittel hoch (wasserrechtlich)
Ideal für Einfamilienhäuser, Sanierung und Neubau Neubauten mit Platz Mehrfamilien- und Gewerbeobjekte
Geräuschpegel relevant planen praktisch geräuschlos praktisch geräuschlos

Welche Wärmepumpe-Arten passen zu welchem Gebäude?

Welche Variante sich eignet, hängt von mehreren Faktoren ab: Gebäudetyp, energetischer Zustand, verfügbare Grundstücksfläche und geologische Gegebenheiten.

 

Unsere 5-Punkte-Checkliste für die Wahl der richtigen Wärmepumpe:

  1. Grundstück prüfen: Wie groß ist die Fläche, erlaubt der Untergrund eine Bohrung, wo darf das Außenmodul stehen?
  2. Energetischen Zustand erfassen: Ist eine Flächenheizung vorhanden oder geplant, wie gut ist die Dämmung, welche Vorlauftemperaturen sind realistisch?
  3. Wärmebedarf sauber berechnen: Eine fundierte Heizlastberechnung ist die Grundlage jeder Dimensionierung und verhindert teure Überdimensionierung.
  4. Rechtliche Lage klären: Bohrgenehmigung, wasserrechtliche Erlaubnis und Schallschutz zum Nachbargrundstück von Anfang an mitdenken.
  5. Förderung einplanen: Über die KfW 458 sind bis zu 70 Prozent Zuschuss und maximal 21.000 Euro möglich, die wir für unsere Kunden vollständig abwickeln.

Im neuen Bauprojekt ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die Standardlösung, vor allem in Kombination mit Fußbodenheizung und guter Dämmung. Steht ein großzügiges Grundstück zur Verfügung und wird eine besonders hohe Effizienz angestrebt, sind Erdwärmepumpen eine überzeugende Alternative. Bei Bauvorhaben mit hohem Wärmebedarf oder in Gewerbeprojekten lohnt sich ein genauer Blick auf die Grundwasser-Lösung.

Beim Einbau der Wärmepumpe im Bestand entscheidet der energetische Zustand darüber, welche Lösung sinnvoll ist. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Hochtemperaturtechnik bedienen heute auch klassische Heizkörper zuverlässig, besonders nach punktueller Sanierung der Dämmung oder dem Austausch einzelner Heizflächen.

Fazit: Mit GIEDORF die passende Wärmepumpenart finden

Die verschiedenen Arten von Wärmepumpen bieten für nahezu jede Situation eine passende Lösung, ob neu oder Altbau, ob kleines Reihenhaus oder großzügiges Einfamilienhaus. Entscheidend ist eine saubere Auslegung, die Wärmebedarf, Gebäudestruktur und Grundstück zusammenbringt. Genau hier setzen wir als GIEDORF an. 

Als Meisterbetrieb für erneuerbare Energien in NRW beraten wir Sie neutral, führen die exakte Heizlastberechnung durch und übernehmen Installation, Inbetriebnahme sowie die komplette Förderabwicklung über die KfW 458. Vereinbaren Sie jetzt Ihr unverbindliches Erstgespräch und erfahren Sie, welches System Ihr Zuhause wirtschaftlich und effizient heizt.

Häufig gestellte Fragen zu den unterschiedlichen Wärmepumpen-Arten

Es gibt nicht die eine beste Wärmepumpe. Welche Variante wirtschaftlich passt, hängt von Grundstück, Gebäude und Wärmebedarf ab. Für die meisten Eigenheime in NRW ist die Luft-Wasser-Variante die klügste Wahl, weil sie verlässlich arbeitet, in der Installation günstig bleibt und sich flexibel aufstellen lässt. Bei großen Grundstücken oder Gewerbeprojekten sind Erdwärmepumpen oder Grundwasseranlagen langfristig die bessere Rechnung.

Für den Bestand empfehlen wir in den allermeisten Fällen die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Moderne Hochtemperaturgeräte erreichen Vorlauftemperaturen bis 70 Grad und bedienen klassische Heizkörper zuverlässig, auch ohne vollständige Sanierung. Entscheidend sind eine saubere Heizlastberechnung und der Zustand der Dämmung. In unserer Praxis in NRW läuft das bei rund neun von zehn Sanierungsprojekten auf genau diese Lösung hinaus.

Die Investition für eine Luft-Wasser-Anlage liegt komplett installiert meist zwischen 20.000 und 35.000 Euro, für Sole- oder Grundwassersysteme deutlich höher durch Tiefenbohrung und Brunnenbau. Die KfW 458 übernimmt bis zu 70 Prozent, maximal 21.000 Euro. Entscheidend ist eine saubere Heizlastberechnung im Vorfeld, damit die Anlage nicht überdimensioniert wird und die Förderung passend abgerufen werden kann.

Moderne Luft-Wasser-Anlagen erreichen im Betrieb zwischen 35 und 50 Dezibel am Gerät, vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Entscheidend ist der Abstand zum Nachbargrundstück und die schwingungsentkoppelte Aufstellung. In unseren Projekten planen wir den Schallschutz von Beginn an ein, prüfen den Aufstellort sauber und empfehlen bei kritischer Bebauung einen Schallschutz-Sockel. Damit bleiben spätere Nachbarbeschwerden zuverlässig aus.

Die zentrale Förderung ist die KfW 458. Sie übernimmt bis zu 70 Prozent der Kosten, maximal 21.000 Euro pro Wohneinheit, für Eigennutzer im Einfamilienhaus. Je nach Einkommen und Geschwindigkeitsbonus setzt sich dieser Satz aus Grund-, Klima-, Effizienz- und Einkommensbonus zusammen. Als Meisterbetrieb begleiten wir unsere Kunden durch die komplette Antragsstrecke, von der ersten Bestätigung bis zur Auszahlung.

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